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Verantwortungsvolles Sonnen schützt vor Hautkrebs
Stockach, 22.08.2011 - Die Zahl der Hautkrebs-Erkrankungen in Deutschland nimmt dramatische Ausmaße an. Die Gründe sind einfach: Die Ozonschicht wird immer dünner und die meisten Menschen setzen weiterhin auf sorgloses Extrem-Sonnen. Wann waren Sie das letzte Mal beim Hautarzt?
Die Zahlen sind alarmierend: Etwa 240.000 Deutsche erkranken jährlich an Hautkrebs, 25.000 davon am besonders schweren schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom), an dem pro Jahr knapp 3.000 Menschen sterben. Bei ungefähr 170.000 wird der weiße Hautkrebs (Basaliom und Spinaliom) diagnostiziert. Dieser ist nicht ganz so gefährlich, dafür umso häufiger. Hoffnungsschimmer: Schwere Hautkrebs-Erkrankungen sind heilbar, wenn sie vom Hautarzt rechtzeitig erkannt werden. Doch war man einmal erkrankt, bleibt man ein Leben lang Risikopatient.
Hautkrebs wird durch UV-Strahlen ausgelöst
Die Deutsche Krebshilfe empfiehlt, sich nicht öfter als 50mal im Jahr der Sonne auszusetzen. Nicht nur bewusstes Sonnen, auch alltägliche Dinge, wie Gartenarbeit in der prallen Sonne fallen darunter. Außerdem sollten Sie sich regelmäßig einmal im Jahr vom Hautarzt untersuchen lassen. Sonnencremes schützen zwar vor Hautrötungen, aber nicht automatisch vor Hautkrebs. Laut der Deutschen Krebshilfe können die UV-Strahlen, von denen die Sonne circa fünf Prozent aussendet, schon lange vor einem Sonnenbrand zu einer Beschädigung der Zellen führen. Wenn sich diese nicht regenerieren können, bleiben sie dauerhaft geschädigt und führen oft erst Jahrzehnte später zu Hautkrebs. Insbesondere UVB-Strahlen sind für die Entstehung von Hautkrebs verantwortlich, UVA-Strahlen beschleunigen die Hautalterung. Auch der Graue Star wird durch UV-Strahlen ausgelöst. Kinder unter 13 Jahren haben besonders empfindliche Haut und sollten sich grundsätzlich nicht der prallen Sonne aussetzen.
So schützen Sie sich vor Hautkrebs
- Bleiben Sie ohne Sonnenschutz nicht länger als 5 bis 10 Minuten in der Sonne, wenn ihre Haut lichtempfindlich ist.
- Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam ans Sonnen.
- Meiden Sie die starke Mittagssonne (11 bis 15 Uhr).
- Versuchen Sie im Schatten zu bleiben. Dort werden Sie nicht ganz so schnell braun, dafür hält die Wirkung länger an.
- Achten Sie darauf, dass Ihre Sonnenbrille einen umfassenden UV-Schutz hat und mit "UV 400" gekennzeichnet ist.
- Setzen Sie einen Sonnenhut auf. Ihre Haare schützen Sie nicht ausreichend vor den UV-Strahlen.
- Wählen Sie geeignete Kleidung. Für den Outdoor-Sport gibt es beispielsweise viele Textilien mit UV-Schutzausrüstung.
- Wählen Sie den Lichtschutzfaktor (LSF) passend zu Ihrem Hauttyp. Fragen Sie Ihren Hautarzt, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Tragen Sie Sonnenschutz-Mittel mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnen auf.
- Frischen Sie die Sonnencreme regelmäßig auf. Durch Schwitzen, Wasserkontakt oder Abtrocknen reicht einmaliges Auftragen oft nicht aus. Achtung: Mehrmaliges Auftragen verlängert nicht die Zeit, die Sie Ihre Haut der Sonne aussetzen können.
- Verzichten Sie auf Deo und Parfum, wenn Sie Ihre Haut der Sonne aussetzen. Das verstärkt die Wirkung und kann zu Pigmentschäden führen.
- Sprechen Sie sich mit Ihrem Arzt oder Apotheker ab, wenn Sie Medikamente einnehmen, denn bestimmte Medikamente erhöhen die Lichtempfindlichkeit.
Die ABCDE-Regel hilft Hautkrebs im Frühstadium zu erkennen
- A wie Asymmetrie: ungleichmäßige Pigmentmale
- B wie Begrenzung: Flecken, die unscharfe oder fransige Ränder haben
- C wie Colour (Farbe): Pigmentmale, die unterschiedliche Farbtönungen haben, die Farbe wechseln oder dunkler als andere sind
- D wie Durchmesser: Leberflecke und Muttermale, die einen größeren Durchmesser als 2 Millimeter haben oder wachsen
- E wie Erhabenheit: Pigmentmale, die sich von der Haut abheben
- Foto: mangostock © istockphoto










